Kategoriearchiv: General

Muy buenas fiestas – schöne Feste, Compañer@s

Lie­be Compañer@s,

wir wün­schen euch wun­der­schö­ne Fes­te und ein gutes neu­es rebel­lisch-fro­hes Jahr 2026!

Dan­ke, dass ihr uns auf unse­rem gemein­schaft­li­chen Weg beglei­tet!

Gin­ge da ein Wind
Könn­ten wir ein Segel stel­len.
Wäre da kein Segel
Mach­ten wir eines aus Ste­cken und Pla­ne.
(B. Brecht)

Wir sehen uns.

herz­lich,
euer colec­tivo gata-gata.


Querid@s Compañer@s,

les dese­a­m­os muy bue­nas fies­tas y un feliz año rebel­de aleg­re 2026!

¡gra­ci­as que nos acom­pa­ñan en nues­tro cami­no del común!

Si hubiera un vien­to
Pod­rí­a­mos izar una vela.
Si no hubiera una vela
Harí­a­mos una con palos y lona.
(B. Brecht)

nos vemos.

con mucho cora­zón,
su colec­tivo gata-gata.

EZLN: Treffen in Chiapas. Dezember 2025.

Auf­ruf zum Semil­le­ro (*):
»Von Pyra­mi­den, Geschich­ten, Lie­ben und, na klar, Abnei­gun­gen«

Im CIDECI-UNITIERRA.
Vom 26. Dezem­ber bis 30. Dezem­ber 2025.

Die Comi­sión Sex­ta Zapa­tis­ta lädt die Per­so­nen, wel­che die Sechs­te Erklä­rung aus dem Lakan­do­ni­schen Urwald und die Erklä­rung für das Leben unter­zeich­net haben, zur Durch­füh­rung des Semil­le­ro »Von Pyra­mi­den, Geschich­ten, Lie­ben und, na klar, Abnei­gun­gen« ein, um die Wider­stän­de und Rebel­lio­nen der Welt zu fei­ern.

Mit der Teil­nah­me von:
Syl­via Mar­cos.
Bár­ba­ra Zamo­ra.
Tama­ra San Miguel.
Luis de Tavi­ra.
Raúl Zibe­chi.
Arturo Anguia­no.
Car­los Anto­nio Aguir­re Rojas.
Edu­ar­do Almei­da.
Car­los Tor­nel.
Raúl Rome­ro.
Comi­sión Sex­ta Zapa­tis­ta.

Die­se wer­den ihre Ana­ly­sen über die Pyra­mi­den sowie die Hand­ha­bun­gen von Geschich­ten inner­halb des öko­no­mi­schen Sys­tems, der schlech­ten Regie­run­gen, der Geset­ze und Jus­tiz­struk­tur, der Wider­stands­be­we­gun­gen, der Lin­ken und des Pro­gres­sis­mus, der Men­schen­rech­te, des femi­nis­ti­schen Kamp­fes sowie der Küns­te dar­le­gen. Und, nun gut, viel­leicht wird auch etwas über Lie­ben und Abnei­gun­gen gesagt, je nach­dem. Auf jeden Fall wird erhofft, dass die Vor­tra­gen­den das ver­ehr­te Publi­kum nicht mit zu vie­len biblio­gra­phi­schen Zita­ten, erdrü­cken­den Hirn­ge­spins­ten oder Wiki­pe­dia-Zusam­men­fas­sun­gen über­schüt­ten.

Die Gesprächs­run­den wer­den in den Gebäu­den des CIDE­CI-UniTier­ra, in San Cris­tó­bal de Las Casas, Chia­pas, Mexi­ko statt­fin­den – vom 26. Dezem­ber bis ein­schließ­lich 30. Dezem­ber 2025. Am 31. Dezem­ber und am 1. Janu­ar wer­den die­je­ni­gen, die [das Semil­le­ro] über­le­ben, an den Fei­er­lich­kei­ten des Jah­res­tags des zapa­tis­ti­schen Auf­stands teil­neh­men kön­nen – im Cara­col, wel­ches ihrem Her­zen (oder ihrem Algo­rith­mus, je nach­dem) am nächs­ten liegt. Falls Sie eine Art von Künst­li­cher Intel­li­genz (hah!) sein soll­ten, betrach­ten Sie sich als aus­ge­schlos­sen (in jedem Schlech­ten liegt was Gutes).

Die Mail-Adres­se, um sich zu regis­trie­ren, lau­tet:
semillerodiciembre2025@gmail.com

Aus den Ber­gen des Süd­os­ten Mexi­kos.

Sub­co­man­dan­te Insur­gen­te Moi­sés.
Mexi­ko, Novem­ber 2025.

über­setzt von lisa-colec­tivo malínt­zin.

Quel­le:
https://enlacezapatista.ezln.org.mx/2025/11/17/convocatoria-al-semillero-de-piramides-de-historias-de-amores-y-claro-desamores/

Anmer­kun­gen der_die Übersetzer*in:
(*) »Semil­le­ro« bedeu­tet wort­wört­lich »Saat­feld«; hier ver­wen­det als eine sprach­li­che Ana­lo­gie zu dem ähn­lich klin­gen­dem Wort »Semi­na­rio« (»Semi­nar«).

Noticias aus Chiapas, August 2025.

Inter­na­tio­na­les Tref­fen der Wider­stän­de und Rebel­lio­nen, Cara­col More­lia, 02.08.-17.08.2025:

»War­um die Zapa­tis­tas die Pyra­mi­de gestürzt haben …«

In den wei­ter unten fol­gen­den Tex­ten – sowie in unse­ren kom­men­den Balu­mil-Semi­na­ren – fin­det Ihr eini­ge Ant­wor­ten …


Resü­mee des ers­ten zapa­tis­ti­schen Bei­trags
auf dem Tref­fen der Wider­stän­de und Rebel­lio­nen
4. August 2025:

In einer Ver­samm­lung einer zapa­tis­ti­schen Gemein­de sind sie am dis­ku­tie­ren, wie sie sich orga­ni­sie­ren wer­den, ange­sichts der Pro­ble­me, die es in den zapa­tis­ti­schen auto­no­men rebel­li­schen Land­krei­sen und inner­halb der Räte der Guten Regie­run­gen gibt. Dar­auf­hin kom­men eini­ge Gesand­te aus der Voll­ver­samm­lung unse­rer Män­ner und Frau­en hin­zu, die kämp­fend für Frei­heit und Gerech­tig­keit star­ben. Sie laden die Ver­samm­lung der Leben­den vor, damit die­se gegen­über den Gefal­le­nen aus so vie­len Kampf­jah­ren Rechen­schaft able­gen. Die Leben­den möch­ten eine Kom­mis­si­on schi­cken, aber ihnen wird gesagt, nein, es müs­sen alle Män­ner und Frau­en teil­neh­men. In der Ver­samm­lung der gefal­le­nen [Kämpfer*innen] wird den Leben­den erklärt, wie der Kampf jahr­hun­der­te­lang gewe­sen ist: Es wird gekämpft und gestor­ben, jedoch immer ver­bleibt eine*r an der Spit­ze der Pyra­mi­de. Somit for­dern die Toten von den Leben­den, dass sie das­sel­be nicht wie­der­ho­len, nicht das, was das Pyra­mi­den-Sys­tem ver­brei­tet, kopie­ren oder nach­ah­men sol­len. Sie sagen den Leben­den, die­se müss­ten dafür sor­gen, dass der Kampf es wert ist und nicht im Sel­ben wie zuvor endet.

Wei­ter­le­sen

Aufruf zum Treffen der Widerstände und der Rebellionen »Einige Teile des Ganzen«.

Hier die Ein­la­dung zum Tref­fen der Wider­stän­de und der Rebel­lio­nen »Eini­ge Tei­le des Gan­zen«.

Die­ses wird vom 2.-17. August 2025 im Semil­le­ro Coman­dan­ta Ramo­na in der Nähe des Cara­col More­lia statt­fin­den.

Aus­zü­ge aus dem Kom­mu­ni­qué vom 2. Juni 2025:

(…)

Die Ein­la­dung besteht dar­in, dass Ihr ent­spre­chend Eurer Zei­ten, Geo­gra­phien und Modi Eure Erfah­rung und Euren Vor­schlag im anti­sys­te­mi­schen Kampf [mit]teilt. Eini­ge hun­der­te von Zapa­tis­tas (Män­ner, Frau­en, Otro­as-Ande­rE, Kin­der und Alte) aus den ver­schie­de­nen Arbei­ten, Kom­mis­sio­nen und Ver­ant­wort­lich­kei­ten inner­halb der zapa­tis­ti­schen Auto­no­mie und des zapa­tis­ti­schen Gemein­schaft­li­chen [el común] wer­den in Prä­senz teil­neh­men, um Euch zuzu­hö­ren und von Euch zu ler­nen.

Des­halb wer­det Ihr gebe­ten, dass Ihr Wort[e] sucht, die zu ver­ste­hen sind. Denn wenn Ihr bis nach hier­her kommt und ledig­lich har­te Wor­te ver­wen­det, dann wird es ver­geb­lich sein, wir wer­den Euch nicht ver­ste­hen. Wir sind uns sicher, wir wer­den eine auf­merk­sa­me und respekt­vol­le kol­lek­ti­ve Zuhö­rer­schaft sein. Dar­um hof­fen wir auch, dass Euer Wort kol­lek­tiv sein wird, klar und ver­ständ­lich, für die­je­ni­gen, die wir Euch ein­la­den.

Genau­so wer­den die zapa­tis­ti­schen Pue­blos – mit den [jewei­li­gen] Medien/Mitteln, die die Comu­ni­d­a­des ent­schei­den wer­den – Euch die Etap­pe, in der wir uns befin­den, die Pro­ble­me, denen wir gegen­über­ste­hen, die Fort­schrit­te und die Rück­schrit­te, die wir sehen, erklä­ren.

Teil­neh­men kön­nen die­je­ni­gen einer Orga­ni­sa­ti­on, einer Grup­pe, eines Kol­lek­tivs oder einer Bewe­gung, die möch­ten und kön­nen – jedoch soll­te es nur eine Per­son sein, oder eini­ge nach­ein­an­der, die ihre Erfah­rung erzäh­len. Die Anwe­sen­heit von Kom­mu­ni­ka­ti­ons­me­di­en ist nicht erlaubt, ledig­lich wenn dies von den­je­ni­gen, die ihre Pra­xis prä­sen­tie­ren, auto­ri­siert wird.

Eini­ge The­men sind:

– Als Frau­en, die wir sind.
– Die Zer­stö­rung der Natur.
– Angrif­fe auf die Dif­fe­renz in in all ihren Vari­an­ten.
– Zer­stö­rung von Iden­ti­tä­ten, Pue­blos und Comu­ni­d­a­des.
– Wider­stand und Rebel­li­on in Kunst und Kul­tur.
– Migra­ti­on, Ras­sis­mus, Segre­ga­ti­on.
– Die Krie­ge und die Zer­stö­rung von Leben.
– The­ma, das jede*r selbst ent­schei­den wird.
– Das Gan­ze oder die Tei­le die­ser The­men.

(…)

Gan­zes Kom­mu­ni­qué – auf deutsch
Comu­ni­ca­do en cas­tel­lano

Eine Katzen-Geschichte

(…) Sie sagen nichts. Denn wäh­rend die Ver­samm­lung ihren Lauf nimmt, haben Sie ein Stück Koh­le genom­men und auf einem Brett haben Sie etwas gezeich­net, was gut ein Por­trait der Ver­samm­lung sein könn­te. So etwas wie eine Gesamt­schau, ein Pan­ora­ma­blick, ohne Smart­phone der letz­ten Gene­ra­ti­on, CAPAZ-Betriebs­sys­tem oder AI. Daher sagen Sie nichts, neh­men ledig­lich das Brett und rei­chen es an die Per­son neben Ihnen wei­ter.
Es geht reih­um an alle, die teil­neh­men und sie flüs­tern in einer nicht zu ver­ste­hen­den Spra­che. Dann bemer­ken Sie: An ihrer Sei­te ist ein Mäd­chen, drei oder vier Jah­re alt, das Sie neu­gie­rig fixiert. Sie tun das, was alle Erwach­se­nen in einer unbe­que­men Lage mit einem Kind tun, Sie fra­gen es: »Wie heißt du?« Das Mäd­chen ant­wor­tet nicht, es schaut Sie wei­ter an, ohne Angst. Sie wen­den sich ab und ver­su­chen zu loka­li­sie­ren, wo sich gera­de das Brett mit der Pan­ora­ma-Zeich­nung befin­det. Sie den­ken dar­an, es in Ihre »Map­pe« oder in Ihr »Cur­ri­cu­lum« auf­zu­neh­men, denn eine weiß ja nie. Kann ja sein, Sie müs­sen auf einen wider­sprüch­li­chen Marx tref­fen, der sie für Ihre Zeich­nun­gen nicht bezah­len will, Ihnen jedoch statt­des­sen ein Diplom gewährt.

Wei­ter­le­sen