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Balumil geht auf Tournee!

Vom 22. Janu­ar bis Mit­te Febru­ar 2019 gehen wir auf Tour­nee, um über 35 bzw. 25 Jah­re Lucha Zapa­tis­ta zu berich­ten und in die­sem Rah­men das Pro­jekt Balu­mil als einen prak­ti­schen Inter­na­tio­na­lis­mus vor­zu­stel­len.

¡YEPA, YEPA! – 35/ 25 Jahre La Lucha Zapatista in Chiapas, Mexiko – ein praktischer Internationalismus

25 Jah­re nach dem zapa­tis­ti­schen Auf­stand im Süd­os­ten Mexi­kos gibt es viel Aktu­el­les zu erzäh­len, u.a. über die zapa­tis­ti­sche Auto­mo­mie, den Kampf der Frau­en dort und unse­re gemein­sam geleb­te inter­na­tio­na­le Soli­da­ri­tät. Wir laden Euch herz­lich zu Infos und Dis­kus­si­on ein.

Termine

Diens­tag, 22.1.19, 19.30 Uhr, Ber­lin
Lati­no­ki­no, NewYorck 59 im Betha­ni­en, Mari­an­nen­platz 2

Frei­tag, 25.1.19, 20 Uhr, Ham­burg
Anti­fa Enternasyo­nal Café, Rote Flo­ra

Sams­tag, 26.1.19, 19 Uhr, Ros­tock
New­co­mer Café, Ros­tock hilft, Buda­pes­ter Str. 16

Mitt­woch, 30.1.19, 18 Uhr, Dres­den
Inter­na­tio­na­lis­ti­sches Zen­trum, Rie­saer Str. 32

Sams­tag, 2.2.19, 19 Uhr, Müns­ter
leo:16 Kol­lek­tiv­knei­pe, Her­warth­stra­ße 7

Don­ners­tag, 14.2.19, 19 Uhr, Frank­furt
Inter­na­tio­na­les Zen­trum, Koblen­zer­str. 17

Diens­tag, 19.2.19, 19 Uhr, Pla­ten­l­aa­se (Wend­land)
Kul­tur­ver­ein Pla­ten­l­aa­se e.V., Pla­ten­l­aa­se Nr. 15

Balumil geht in Runde 2!

Mit dem 35. Geburts­tag der EZLN und kurz vor dem 25. Jah­res­tag des Auf­stands der Zapa­tis­tas ver­kün­den wir hier die fro­he Bot­schaft, dass Balu­mil in Run­de 2 geht! Im neu­en Jahr wer­den wir mit neu­er, fri­scher Kraft wei­ter vor­an­schrei­ten.
Im Janu­ar 2019 wird es eine klei­ne Balu­mil-Tour­nee durch Deutsch­land geben, wo wir über die aktu­el­le Situa­ti­on der Zapa­tis­tas und ihres Kamp­fes berich­ten und das Pro­jekt „Ya’un ta yan Balu­mil“ als einen prak­ti­schen Inter­na­tio­na­lis­mus vor­stel­len.
Ende März, April und Mai erwar­ten euch die Vor­be­rei­tungs­se­mi­na­re.
Im Sep­tem­ber wer­den wir dann mit der zwei­ten Grup­pe in Oven­tik sein.
Yepa, yepa! La lucha sigue!

Aktuelle Infos (¡Zapata vive!)

  • Unser ers­ter Auf­ent­halt in Chia­pas wird vom 6. Sep­tem­ber bis 8. Okto­ber 2017 statt­fin­den.
  • Anmel­den könnt Ihr Euch dazu bis zum 15. Mai 2017
  • Das ers­te Balu­mil-Vor­be­rei­tungs­se­mi­nar fin­det vom 26. Mai bis 28. Mai 2017 in Ham­burg statt.
  • Anmel­den könnt Ihr euch dazu eben­falls bis zum 15. Mai 2017.
  • Unser zwei­te Balu­mil-Rei­se wird im Mai 2018 statt­fin­den.
  • Ihr könnt Euch auch jetzt schon dafür anmel­den und an den Vor­be­rei­tungs­se­mi­na­ren teil­neh­men.
  • Alle wei­te­ren Infor­ma­tio­nen zu Rei­se, Auf­ent­halt in Oven­tik, Sprach­kurs und die Teil­nah­me­be­din­gun­gen könnt Ihr unse­rem 1. Balu­mil Rund-Brief und unse­rem Vor­ab-Fly­er ent­neh­men.
  • Wer sich schon ein­mal vor­be­rei­ten möch­te, dem sei­en die Sechs­te Erklä­rung aus dem Lakan­do­ni­schen Urwald und Die Geschich­te von den Ande­ren ans Herz gelegt.

Rundbrief Nr. 1

★ Liebe Compas in Nah und Fern ★
Aupa ja! Unser Projekt ist von den Compas autorisiert.
Ja’un ta yan balumil – Ser internacionalista kann starten.
  • Wir wer­den mit unse­rem ers­ten Besuch und Stu­di­um im zapa­tis­ti­schen Cara­col Oven­tik, in
    Chia­pas, am 11. Sep­tem­ber 2017 begin­nen, unser letz­ter Tag dort wird der 29. Sep­tem­ber 2017 sein.
  • Das heißt: Ins­ge­samt 3 Wochen Sprach-Unter­richt in Spa­nisch oder Tsot­sil und Ken­nen­ler­nen der zapa­tis­ti­schen Auto­no­mie-Struk­tu­ren.
  • Teil unse­rer kol­lek­ti­ven Rei­se wer­den – vor und nach dem Auf­ent­halt in Oven­tik – zwei klei­ne Rund­rei­sen in Chia­pas sein, wo wir auch ein ande­res zapa­tis­ti­sches Cara­col und ande­re Pro­jek­te im Wider­stand besu­chen wer­den.
  • Das heißt: Treff­punkt wird der 06. Sep­tem­ber 2017 in San Cris­tó­bal de Las Casas sein.
  • Das Ende unse­res gemein­sa­men Ler­nens in Chia­pas wird der 08. Okto­ber 2017 sein.
  • Kos­ten für den gesam­ten Auf­ent­halt vom 06. Sep­tem­ber bis 08. Okto­ber 2017 (beinhal­tet: Rund­rei­sen, Trans­port, Unterkunft/ Ver­pfle­gung in San Cris­tó­bal de Las Casas, Sprachkurs/ Essen/ Unter­kunft in Oven­tik) wer­den ca. 1.200,- Euro sein.
  • 2/3 die­ses Betrags gehen direkt an die Jun­ta de Buen Gobier­no in Oven­tik als mate­ri­el­le Unter­stüt­zung des auto­no­men zapa­tis­ti­schen Bil­dungs­sys­tems.
  • Wochen­end-Vor­be­rei­tungs­se­mi­na­re um an BALUMIL teil­neh­men zu kön­nen: 26.-28. Mai 2017 und 21.-23. Juli 2017
  • Wer Inter­es­se hat teil­zun­he­men, schreibt uns gern eine Mail.

herz­lich,
★ colec­tivo gata-gata ★

Projektbeschreibung

Von anderer Welt.

Das Pro­jekt „Balu­mil“ möch­te die Orga­ni­sie­rung der Zapa­tis­tas im Wider­stand erfahr­bar machen und zum Auf­bau eines kon­kre­ten Inter­na­tio­na­lis­mus zwi­schen Hier und Dort, Dort und Hier bei­tra­gen.

Es wur­de bereits viel über die Zapa­tis­tas geschrie­ben. Doch eini­ges des zapa­tis­ti­schen Wider­stands wird erst ver­ständ­li­cher, wenn mensch sel­ber ein­mal dort war und ihn erfah­ren und füh­len konn­te. Aus die­sem Grund orga­ni­sie­ren wir als colec­tivo gata-gata das Pro­jekt „Ja‘un ta yan balu­mil1 – Ser inter­na­cio­na­lis­ta“, kurz: „Balu­mil“.

Was wol­len wir? Gemein­sa­mes von­ein­an­der ler­nen.
Durch einen drei­wö­chi­gen Auf­ent­halt an der auto­no­men zapa­tis­ti­schen Sprach­schu­le im Cara­col von Oven­tik, in den Altos de Chia­pas, möch­ten wir einen direk­ten Aus­tausch mit den Zapa­tis­tas stär­ken und ihre auto­no­men Orga­ni­sie­rungs­for­men kon­kret erfahr­bar machen. Nach zwei Vor­be­rei­tungs­se­mi­na­ren in Deutsch­land wer­den die Teil­neh­men­den an einem Spa­nisch- oder Tsot­sil2-Sprach­kurs vor Ort teil­neh­men, ler­nen die zapa­tis­ti­sche Auto­no­mie in ihren Struk­tu­ren ken­nen und betei­li­gen sich an prak­ti­schen Kol­lek­tiv-Arbei­ten und gemein­sa­mer Dis­kus­si­on und Stu­di­um liber­tä­rer Tex­te. Zurück in Deutsch­land soll – neben dem öffent­lich gemach­ten Wei­ter­tra­gen des Erleb­ten und Erfah­re­nen in Ver­an­stal­tun­gen und Info-Kara­wa­nen – in einem kol­lek­ti­ven Refle­xi­ons­pro­zess nach Ver­bin­dungs­punk­ten im Hier und Jetzt, Dort und Hier gesucht wer­den. Kon­kret kann sich dies bspw. auf den Auto­no­mie-Gedan­ken der Zapa­tis­tas bezie­hen und der Fra­ge nach­ge­hen, ob und wie Kol­lek­tiv­be­trie­be und Kom­mu­nen ein mög­li­cher Anknüp­fungs­punkt sein kön­nen. Neben der theo­re­ti­schen Aus­ein­an­der­set­zung wird auch die­ser Teil des Pro­jekts ganz prak­tisch gestal­tet wer­den, bspw. dadurch, bestehen­de Kol­lek­tiv­be­trie­be und Kom­mu­nen zu besu­chen, mit die­sen in Aus­tausch zu tre­ten und mit­zu­ar­bei­ten. Je nach den Wün­schen und der Initia­ti­ve der Teil­neh­men­den sind auch ande­re Din­ge vor­stell­bar. Gene­rell sind hier der Fan­ta­sie und dem Ideen­reich­tum der Teil­neh­men­den kei­ne Gren­zen gesetzt – außer die der prak­ti­schen Rea­li­sier­bar­keit.

Und was haben die Zapa­tis­tas davon?
Dass das Pro­jekt nicht nur einen „Nut­zen“ für die Teil­neh­men­den aus dem deutsch­spra­chi­gen Raum haben soll, son­dern auf Gegen­sei­tig­keit beruht, gehört zu unse­rem Selbst­ver­ständ­nis. Es ist auf Wunsch und in Abspra­che mit den zapa­tis­ti­schen Bildungspromotor*innen im Cara­col Oven­tik ent­stan­den und von die­sen gewollt. Neben der direk­ten finan­zi­el­len Unter­stüt­zung ihrer auto­no­men Struk­tur durch die Sprach­kurs­ge­büh­ren geht es um einen gegen­sei­ti­gen Aus­tausch mit den Zapa­tis­tas; das heißt auch Ein­blick geben in unse­re tat­säch­li­che oder gewünsch­te Orga­ni­sie­rung, unse­re Wider­stän­de und All­tags­kämp­fe. Kon­kret: Jede*r Teilnehmer*in wird in der ihr*ihm gemä­ßen Form – ob Bil­der, Lie­der, Tex­te, Film­chen etc. – etwas Infor­ma­ti­ves nach Chia­pas mit­brin­gen.

Wann soll es los­ge­hen und wer kann teil­neh­men?
Der ers­te Auf­ent­halt in Oven­tik, Chia­pas soll im September/Oktober 2017 statt­fin­den, mit den Vor­be­rei­tungs­se­mi­na­ren im Mai und Juli 2017. Ein zwei­ter Durch­gang ist für Oktober/November 2017 geplant. Am Pro­jekt teil­neh­men kön­nen alle mit Inter­es­se an und/oder Erfah­rung in prak­ti­schem Inter­na­tio­na­lis­mus und/oder alter­na­ti­ven, kol­lek­ti­ven Struk­tu­ren. Ganz bewusst möch­ten wir, dass jün­ge­re wie älte­re Men­schen teil­neh­men und indi­vi­du­el­le öko­no­mi­sche Res­sour­cen kein Aus­schluss­kri­te­ri­um dar­stel­len müs­sen. Wir wer­den ver­su­chen, in einem kol­lek­ti­ven Pro­zess nach gemein­sa­men Finan­zie­rungs­mög­lich­kei­ten für alle zu suchen.

colec­tivo gata-gata

  1. Tsot­sil: „Ich bin von einer ande­ren Welt“, über­setzt: „Ich bin Internationalist*in [zurück]
  2. eine der Maya-Spra­chen [zurück]

(Arti­kel erschie­nen im Janu­ar 2017 in der Tier­ra y Libert­ad)